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Bewerbungsgespräch während der Arbeitszeit: Wer eine Regel missachtet, riskiert die Kündigung

Wer den Arbeitgeber wechseln möchte, wird bereits diverse Job-Newsletter abonniert haben. Auch Headhunter-Anfragen auf Plattformen wie LinkedIn sind keine Seltenheit. Sie sind zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Fällt dieses auf den Vormittag oder Nachmittag, fragen sich viele: Soll ich Urlaub nehmen? Manche gehen vielleicht sogar so weit, eine Krankmeldung in Erwägung zu ziehen. Sich für ein heimliches Vorstellungsgespräch krankzumelden, ist dem Portal Karrierebibel.de zufolge aber gar keine gute Idee. Falls der aktuelle Arbeitgeber Wind davon bekommt, drohe eine Kündigung wegen Arbeitszeitbetrugs, heißt es.

Generell gilt: Wer in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis steckt, der muss für ein Vorstellungsgespräch bei anderen Firmen Urlaub nehmen oder es in die Mittagspause legen. Doch es gibt Fälle, in welchen man sich vom Arbeitgeber für Vorstellungsgespräche freistellen lassen kann.

Freigestellt fürs Vorstellungsgespräch: Wann das möglich ist

Wie die Rechtsanwaltskanzlei Steinbock & Partner auf seinen Seiten informiert, haben Mitarbeiter, die gekündigt haben oder gekündigt worden sind, einen Anspruch auf Freistellung. „Nach § 629 BGB hat der Dienstberechtigte dem Verpflichteten auf Verlangen angemessene Zeit zum Aufsuchen eines anderen Dienstverhältnisses zu gewähren. Auf das Arbeitsrecht übertragen bedeutet dies schlicht: Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer zur Stellensuche auf dessen Verlangen freistellen“, heißt es vonseiten der Kanzlei. Wer also gekündigt hat, kann innerhalb der Kündigungsfrist vom Arbeitgeber für das Vorstellungsgespräch freigestellt werden. Auch das Schreiben von Bewerbungen ist nach einer gültigen Kündigung erlaubt, heißt es auf der Site Karrierebibel.de.

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